Jugendreha – Januar 2006
Es fing eigentlich alles ganz harmlos an. Als ich in Tannheim angekommen war, nahm mich Ralf in entfang und brachte mich erst mal auf mein Zimmer. Da traf mich schon der erste Schlag, es sah nicht aus wie in einem Krankenhaus, nein eher wie in einem Ferienappartement. Nachdem ich erst mal eine Runde gepennt hatte, habe ich mich aufgemacht in den Gruppenraum um dort meine Mitstreiter für die nächsten Wochen kennen zu lernen.
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Rehatagebücher
Tokio Hotel in Tannheim
was macht man nicht alles :-)
Von: Der flotte Fiete
So, nun saßen wir dort alle. Die einen spielten schon die ersten Gesellschaftsspiele, die anderen saßen noch etwas wie Falschgeld in der Ecke rum. Nachdem die Betreuer sich kurz vorgestellt hatten, ging es auch schon los, zur großen Haustour mit unserem Reiseleiter Matthias! Danach gab es noch eine kurze Begrüßung durch Herrn Wehrle in der Aula und dann endlich Essen.
Am nächsten Tag ging der Spaß erst richtig los. Aufstehen um 7 Uhr damit man auch pünktlich um 8 Uhr beim Frühstück ist. Danach erste Gespräche mit den Ärzten und Therapieplan begutachten. Die armen Onkos, die ersten Tage waren glaube echt ein bisschen langweilig. Wir Mukos hatten da schon ein bisschen mehr auf dem Plan stehen. Der Plan war sowieso unser ständiger Begleiter auf der Reha. Ich glaube ich habe alle 5 Minuten darauf geschaut, weil ich mir meine Termine nie merken konnte.
Am Abend gab es dann das erste richtige kennen lernen, so wie man es kennt, mit richtig tollen Kennlernspielen. Ich sag nur, jagdreitende Jana, intelligente Isabella, tollpatschige Tíziana und jodelnde Juschka :-)
Am nächsten Tag begann dann das normale Tannheim leben. 8 Uhr Frühstück, dann Physiotherapie, Schule, Ergometertraining, zwischendurch um 12 Uhr Mittagessen, danach noch Einzelgespräche, Sport und einmal in der Woche Gruppengespräche und Klettern mit „the One and Only“ Matthias. Um 18 Uhr dann immer zum Abendessen und danach extreme Gruppenrauming oder ab in die Cafeteria.
Ich weis es nicht mehr ganz genau, aber ich glaube an diesem Tag haben wir auch das Programm für die nächsten 4 Wochen festgelegt. Dazu gehörte ein Ausflug nach Konstanz, Bowlen gehen, 2 mal Kino, eine Kneipentour, ein Tanzkurs (noch mal danke an Bianca, es hat mich sehr gefreut mit dir die Hüften zu schwingen) und natürlich auch eine von uns organisierte Disco unter dem Motto, „Tanzen bis der Dopfer kommt“ (Steffi B., das nächste mal nicht so wörtlich nehmen, ja?). Was ich sehr toll fand, waren die Stadtfahrten am Samstag mit Solariumsbesuch. Noch mal danke an die Betreuer die uns immer zum Solarium gefahren haben.
Ziemlich lustig war am Tag vor der Abfahrt die Schlitten-Kutschfahrt. Danke an die Steffis, die Überraschung ist euch gelungen. Und wir wären noch den ganzen Tag weitergefahren.
Ein Absolutes Highlight war für mich der Abschlussabend. Wir, die Jugendreha haben keine Kosten und mühen gescheut und haben es geschafft für diesen Abend Tokio Hotel zu engagieren (Danke an Olli, Felix und Carsten, hat mir viel Spaß gemacht mit Euch auf der Bühne zu stehen und das Haus zu rocken). Außerdem hat unsere komplette Gruppe ein selbstgedichtetes Lied vorgetragen. Man was waren wir geil *g*
Was bleibt mir sonst noch zu sagen? Ich denke wir hatten eine schöne Zeit in Tannheim und ich kann allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen nur empfehlen: Komm auch du, schau zu! Meine Befürchtungen das nur alte Leute und unfreundliches Personal dort rumlaufen wurden nicht erfüllt. Es war eine sehr lockere Atmosphäre, die eher an einen Urlaub als an Krankenhaus erinnerte. Dazu beigetragen hat auch der lockere Umgang mit Ärzten (Danke Fam. Dopfer), Krankenschwestern, den Quälgeistern (Physios), Sportkanone Joe und unseren Betreuern. Kleiner Tipp an Ralph, lass die Finger vom Alkohol, das tut dir nicht gut, hihi!
Ich habe viele coole Leute kennen gelernt und habe viel fürs Leben mitgenommen. Nächstes Jahr müsst ihr mich leider wieder ertragen :-) Freue mich schon drauf.
Ganz besondere Grüße an
Juschka (warum hast du nur mit Horst-Kevin Schluss gemacht?),
Tiziana (was würde ich nur ohne Dich machen),
Olli (der geilste Gittarist der Welt),
Carsten und Madlen (Subba, prima, wunderboaah),
Felix (Fälix, Fääählix),
Bianca (Biangaaah),
und den Rest der Jugendreha Truppe! Ihr ward Spitze...
In diesem Sinne Euer
Fiete aka Bill von Tokio Hotel 



