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Rehatagebücher
Junge Reha Tannheim 28.05. - 25.06.2009

~Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Torpedo her!~

In Reha fahren, für viele Patienten ein kleiner Horror - fort von zu Hause, fort von Familie und Freunden, fort von allem was man kennt. Für andere sind dies gerade die Gründe, welche für eine Reha sprechen. Neues, unbekanntes entdecken - fremde Menschen kennen lernen, neue Freunde gewinnen, neue therapeutische Wege erforschen. 


Ich war mir beidem gleichsam bewusst, als ich mich im Frühjahr dieses Jahres entschloss, mich endlich meinem nun mehr zehn Jahre andauerndem Reha-Trauma zu stellen und es noch einmal zu wagen. Meine letzte Reha war denkbar schlecht verlaufen und hatte mir mehr geschadet, denn Nutzen gebracht als zuvor - so hatte ich mich immer wortgewandt aus jedem Vorschlag, es doch noch einmal zu versuchen, hinaus geredet.  Doch letztendlich sah ich ein, das für meine in den letzten zwei Jahren instabile Gesundheit und auch daraus resultierende psychische Verfassung,  eine Reha wohl zumindest eine Chance darstellte mich wieder aufzurappeln. Da mir das Reizklima an der Nordsee schon seit Jahren nicht wirklich bekommt, wurde mir der Vorschlag gemacht doch einmal nach Tannheim zu fahren. Tannheim? Tannheim im Schwarzwald? Tannheim - JWD (Übersetzung für nicht Rheinländer : Tannheim - Janz weit draußen?) ??? Ich kannte nur die schönen Plakate, die in der Praxis meiner Physiotherapeuten hängen; dort spielen fröhlich Vater, Mutter und Kind auf einer herrlichen Sommerwiese. Tannheim - was sollte ich als Erwachsene in einer Klinik die spezialisiert ist auf familienorientierte Rehabilitationen? Doch da ich mich zumindest in der Gegend auskenne, durch Winterurlaub im nahegelegenem Vöhrenbach und mir einige Mitpatienten aus der Aachener CF Ambulanz so begeistert vorschwärmten, stimmte ich zu. Meine Ärzte kümmerten sich also um den Rehaantrag und nach, meinem Empfinden, kürzester Zeit lag ein Bewilligungsbescheid  meiner Krankenkasse im Briefkasten. Ein wenig später kam dann Post aus Tannheim die mir mitteilte das ich in der Reha vom 28. Mai bis zum 25. Juni sein würde, zusammen mit circa 14 anderen jungen Erwachsenen. Hurra! Immer noch skeptisch und schon komplett gestresst, weil meine Koffer zu spät abgeholt worden waren, reiste ich also an besagtem 28. Mai Richtung Villingen im Schwarzwald (aufgepasst es gibt wohl noch ein anderes in ganz anderer Richtung!) mit der Bahn. Dazu braucht man wohl niemandem groß etwas erklären, es sei nur gesagt das ich drei Kreuze schlug als ich mit meinem Handgepäck am Bahnhof von Villingen ankam. Gleich dort bestätigte sich mein Verdacht, das der junge Mann (hallo Tom!) aus dem Zug wohl auch Mukoviszidose hat, denn der Zivi mit dem dunkelblauen Tannheim T- Shirt sammelte uns beide ein. Los ging das Abenteuer, im royalblauen ( Oh ja blau ist sehr beliebt in Tannheim ;-) ) Bus durch die malerischen Straßen,  hinfort zum etwas abseits gelegenen Gelände der Rehaklinik. Als wir vorfuhren dachte ich nur so „Hmmm...hallo? Ist das ne Ferienanlage, or what?“ Ein großer, heller, freundlicher Gebäudekomplex, eine einladende, große Glastür. „Hereinspaziert, herzlich willkommen!“ schien die lustig bunte Löwenskulptur am Eingang uns zuzurufen und gerne kam ich diesem Gedanken nach.  Ich betrat eine  offene, freundliche Eingangshalle, die wirklich so manchem Hotel zur Ehre gereichen würde und meldete mich an der Rezeption. Kurz darauf kamen zwei nette Damen herangeflogen. Tatjana und Julia, zwei der vier psychosozialen Berater der Jungen Reha. Sie machten Fotos von uns Neuankömmlingen (dies ist so Sitte in Tannheim damit Ärzte, Schwestern und Physiotherapeuten schon ein Bild zum jeweiligem Namen im Kopf haben, möglichst bevor man das erste Mal auf sie trifft!) Dann ließ ich mich von Julia auf mein Zimmer bringen, nachdem sie mir den Terminal erklärt hatte auf dem man sein Essen bestellen kann. Schleunigst wurde ausgepackt und umgezogen und hallo, wenn Frau sich gleich in Trainingsklamotten schmeißt, zeigt das deutlich wie wohl sie sich fühlt!

Der erste Abend verging dann recht schnell, mit Erkundungstour mit Ralph ( dem dritten Betreuer, Nina die vierte in der Runde war in Urlaub), dem ersten Essen (das auch wirklich alle Überwartungen übertroffen hat!) und der ersten Kennenlernrunde im Gruppenraum der Jungen Reha. Hierbei hatten  wir belustigt festgestellt das, bis auf zwei aus unserer Gruppe, alle Mukoviszidose haben (Zimmermän, du als Josies Begleitperson giltst auch unter CF ;-) ). An Gesprächsstoff würde es uns also schon zwangsläufig nicht fehlen. Gleichzeitig wurde offenbar das wir eine recht lebendige Gruppe waren (nun ja eigentlich SIND) als wir Vorschläge sammelten was wir an den freien Abenden gerne unternehmen würden. Die nächsten Tage vergingen auch wahnsinnig schnell, so viele neue Menschen die man kennen lernte, soviel neues zu entdecken. An was ich mich aus diesen ersten Tage als erstes, am deutlichsten erinnere? An das Lachen. Das Lachen das immer wieder zwischen uns allen ausbrach. Schon lange hatte ich nicht mehr so unbeschwert gelebt. Am Pfingstmontag gingen wir in Anbetracht das an Feiertagen natürlich recht sparsames Programm in einer Klinik herrscht, am Bodensee segeln. Zwar ohne Kapitän Jack Sparrow, aber dafür mit viel Elan bestiegen wir also das Schiff und segelten los.  Drei unserer Tapfersten - Marco, Heike und Anita (in der Funktion des „Vorschoters oder auch mal als Steuermann„)  - bestiegen sogar das kleine Segelboot, indem richtig mit angepackt werden musste. Während wir anderen also gemütlich vor uns hindösten, plauderten und uns von Julia auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen ließen, packten die drei gekleidet in knallorange Schwimmwesten mit an und erlebten ein wahres Abenteuer. Das große Segel ihres Schiffchens riss ein und so flatterte ein Teil des Segels hilflos dahin. Natürlich kamen sie trotzdem sicher an der Anlegestelle an, ein echter Cf-ler lässt sich von so einer Lapalie nicht schocken! Der Tag endete mit einem Besuch der Seepromenade, Pizza und Eis.


Tagsüber ist man natürlich damit beschäftigt sein Programm zu erfüllen. Physiotherapie, Ergometertraining, Medizinische Trainingstherapie, zweimal die Woche Sport in der Gruppe, medizinische Schulungen, Ernährungsberatung, psychologische Beratung, dazu kann man noch an einem reichhaltigem Programm in der Klinik teilnehmen. Therapeutisches Reiten (CF-ler natürlich nur außerhalb des Stalles! ) - macht aber trotz der Einschränkungen „tierischen„ Spass – sollte man nur vermeiden, wenn man sich nicht sicher ist eine Allergie zu haben oder nicht „Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde!„ - Aquatraining, Walking...Kunstkurse...das Angebot ist mehr als vielfältig. Auch zu den anderen Reha-Teilnehmern fanden wir recht schnell Kontakt, so unterhielten wir uns mit neugierigen Eltern über unsere Erfahrungen mit unserer Erkrankung (und sahen durch sie einmal die Sicht der besorgten Eltern, was hilft die eigenen Eltern besser zuverstehen!), gaben Tipps an Teenager weiter, lachten mit Kindern und einige von uns nahmen auch recht rege an den Volleyball - und Fußballturnieren teil, die von den Eltern aus der Familienrehagruppe oftmals veranstaltet wurden. Doch ich war überrascht wie schnell es sich einspielte das man in seiner freien Zeit, selbst wenn man nur eine halbe Stunde „frei“ hatte, den Gruppenraum aufsuchte und sich dort unterhielt, gemeinsam etwas spielte, abhing. Selbst ich, eigentlich immer ein wenig eigenbrödlerisch und schwer einzuschätzen - denke ich -  saß von Anfang immer dort und las dort. Wirklich wohl fühle ich mich oftmals nur hinter einem Buch und ich fand es toll das niemand mich deswegen blöd fand. So konnte ich bei den anderen und trotzdem etwas für mich sein. Ich bekam die Dinge mit, auch wenn ich nicht wirklich direkt dabei war. Gott wie oft habe ich hinter meinem Buch gegrinst, wenn die Anderen Wii spielten...noch jetzt muss ich lachen. Leute eure Matches waren superb! Abends fanden wir uns auch oft zu Spielabenden ein und schnell wurde Tabu unser Lieblingsspiel. Ich sag nur „HUND, KATZE, MAUS??!!!“ Dabei entstand auch unser
„TOOOOOOOOOOOORPEEEEEEEEEEEDOOOOOOOOOOOOOOO“ Schlachtruf. Unser lieber Daniel machte immer diese Geste bei der seine Hand von unten her eine steile Welle in die Luft beschrieb, als er eben den Begriff "TORPEDO" erklären musste  und unsere Maria lachte nach der Auflösung und sagte „Jetzt versteh ich! Das war ein Torpedo?!“ Wir kugelten uns vor Lachen und seitdem machten wir dauernd die Bewegung nach und riefen dabei „TOOOOOOOOOOOOOOOOORPEEEEEEEDOOOOOOOO“ wenn es uns zu passen schien.  (Ja Daniel, so war das damals!)  In der ersten Woche besuchten wir auch sogleich das Kino in Schwenningen, während die meisten in „Terminator 4: Die Erlösung“ gingen (Heike konnte sich nach Ihren Aussagen, dass so ein Film unrealistisch sei, zum Schluss dann doch noch ein „Wie unrealistisch!„ nicht verkneifen. Ach übrigens, danke Ralph für den Klaps, nachdem ich mir bei einer Kussszene ein: „Filme, könnten so viel Kürzer sein!„ nicht verkneifen konnte!)(Anmerkung: Anita), gingen Maria, Ute, Nicole, Anja, Tatjana und ich lieber in „Der Womanizer: Die Nacht der Ex-Freundinnen“ und schwärmten ein bisschen für Matthew McConaughey.  Als wir später wieder mit den Anderen zusammenkamen und fragten „Und wie war der Film?“ bekamen wir neben den üblichen Actionfilmbegeisterten „WOW!“ auch ein leicht genervt, belustigtes Augenrollen von Ralph, welches mir deutete das es sehr gut war das ich in den anderen Film gegangen war. Allerdings wurde ich neidisch als Tom mir erzählte, sie hätten den Trailer zu „Harry Potter und der Halbblutprinz“ gesehen.  ;-)


Der folgende Samstag führte uns nach Freiburg, wo einige Kulturinteressierte unter uns an einer Stadtführung teilnahmen. Während dieser führte uns der immer noch auf Erden wandelnde Tempelritter Bruder Gregorius an Plätze heran, die noch heute von geheimer Atmosphäre erfüllt sind und angeblich Hinweise auf den heiligen Gral beherbergen. Besagten Gral haben wir natürlich nicht gefunden, doch gleichsam sei gesagt, wie könnte ein Tempelritter lebend unter uns weilen, wenn nicht durch das Geheimnis des Grals? Leider war unsere Tour stark verregnet und dadurch gekürzt, aber wir haben trotzdem einiges erfahren und geschmunzelt. Danke Ralph für die originelle Idee und deine Begleitung!

Mittwochsabends dann folgte das Zwischenfest, sozusagen das Bergfest, denn unsere halbe Rehazeit war herum. Hier musste darum gespielt werden, wann wir essen dürften und wir bekamen ein Geschenk der Klinik, ein Buch und eine CD über den Löwen von Tannheim.

Das nächste Highlight folgte am 11. Juni, Fronleichnahm und damit noch ein Feiertag in unserer Rehazeit. Die Firma RKB hatte eine großzügige Spende gemacht und so besuchte uns schon morgens das Create it together Team. Carry, Bene und Ron sind ein Produzententeam, die eigentlich mit Firmen oder eher einzelnen Abteilungen mancher Firmen Lieder machen. Durch die gemeinsame Arbeit wird der Teamgeist gestärkt. Doch die drei waren auf die Idee gekommen, das auch gerade kranken Menschen dadurch Mut und Zuversicht gegeben werden könne und so kam alles letztendlich zu Stande. Den ganzen Tag berieten wir, texten und komponierten und sangen letztendlich unseren Song „Liebe tut gut“ ein.  Unglaublich das Gefühl als wir die CD dann gegen Ende der Reha erhielten und die komplett fertige Fassung hören konnten.  Die ganzen Tage nach dem Projekt begleitete uns unser Lied, man fand immer jemanden, der es summte oder die Vorab CD hörte. Wir waren noch stärker zusammen gewachsen, ein wahres Team. 16 Voices, die dieselbe Melodie sangen.

Samstags war wieder Ausflugtag, diesmal besuchten wir Konstanz. Nach einem Essen im Biergarten, und einem Eis in der Altstadt mit Ralph und Tatjana, frönten die einen der Shoppinglust, die anderen erkundeten die Stadt genauer. Hier stieß auch Sith zu uns. Sith, das ist Simones und Toms Reisezebra und uns allen ein herrlich, knuddliger Freund geworden.

Schon Montags folgte ein weiteres Highlight. Candle Light Dinner mit Julia, selbst gekocht. Das gemeinsame Kochen war eine Erfahrung für sich und ich bin bis heute froh das niemand ausversehen das Desinfektionsmittel hineingerührt hat! Der mediterrane Rinderbraten, samt Gemüse, Rosmarinkartoffeln, Speckbohnen, Salat und Bruschettas hat allen geschmeckt und ein besonderes Highlight war die Zitronenbaisiercreme von Nicole! (Tut mir leid, meine Liebe, DAS muss noch einmal betont werden!)

Dienstags fuhr dann fast die gesamte Klinik zum Europapark in Rust. War schon unheimlich für uns wenige „daheim“ gebliebene, aber man hatte auch einmal die ungeteilte Aufmerksamkeit des anwesenden Personals und einmal keine lärmenden Kids um sich herum, auch einmal recht entspannend.(Tom „LkW„ hat gleich zweimal von drei Fahrten im Atlantica „ richtig geduscht„ – gell Tom;o), Maria´s starkes Organ bestätigte sich schon hier, denn als der BlueBird loslegte – hörte man SIE am lautesten schreien!!) (Anita)

Donnerstags gingen wir kegeln, Snooker und Billiard spielen. Hier rettete Maria uns mit einem „TOOOOOOOOORPEEEEEEDOOOO“ Kegelwurf davor noch etliche Stunden dazusitzen bis eine der beiden Mannschaften, endlich gewonnen hätte. Sei geküsst Maria!!!

Und schon war unser letztes Wochenende da , Sonntags noch einmal ein Highlight mit dem leckeren Schlemmerbrunch den die Klinik veranstaltete und unserem nachmittäglichem Badmintonturnier. Obwohl der Sport in einigen auch dunkle Aspekte weckte. (Nicht wahr Peter? Folge niemals dem Weg der dunklen Macht ;-) ) Montags präsentierten einige von uns dann unsere CD bei der Sponsorfirma, nachdem wir mit Julia erst noch das Aesculap Museum besucht hatten. Die Übergabe war ein voller Erfolg und wir waren bestimmt charmant, überzeugend genug um sicherzustellen das wieder einmal etwas gesponsert wird. ;-) Dienstags gingen wir dann mit Julia, Tatjana und Ralph beim Spanier essen und obwohl dabei die halbe Küche explodiert ist (hier hat sich der Name „Torpedos„ mal wieder bestätigt, denn so gemütlich Peter auch zu sein scheint, nach dem Knall war der ja so was von schnell, innerhalb weniger Sekunden, angezogen u. mit Rucksack im Nebenraum bei uns (Heike, Marco, Simone, Tom, Tom, Dani u. mir) - Ein wirklicher Torpedo!!!) (Anita) (ich sage ja Mukoviszidose ist echt lebensbedrohlich!) und glatt Stückchen aus dem Wandputz in manchem Essen landeten, war es ein vergnüglicher Abend  an dem wieder viel gelacht wurde. Am Mittwochabend dann folgte das große Abschlussfest, nachdem Essen präsentierten einzelne Gruppierungen Programmpunkte wie z. B. Tänze die sie extra für das Fest einstudiert hatten. Wir hatten eine wunderschöne Fotopräsentation die Fotos aus unserer Zeit zeigte, im Hintergrund lief unser Lied. Zweimal mussten wir es laufen lassen und begeisterter Applaus ließ uns noch stolzer sein. Wir alle waren gerührt als der Song lief und wir dabei die Fotos betrachteten und es war für mich gar nicht so einfach danach eine Rede zu halten um Herrn Wehrle eine CD von uns zu überreichen. Anschließend feierten wir noch ein wenig, doch schließlich schlichen immer mehr zurück zum Gruppenraum. Dort lagen unsere „Koffer“ aus, Koffer auf Papier gedruckt, einer für jeden. In die konnte ein jeder seine guten Wünsche für die Person eintragen. Eine sehr schöne Idee, die rege wahrgenommen wurde. So saßen dann noch einige von uns ein wenig zusammen, sannen über weise Worte nach, kicherten über geschriebene Sprüche anderer, schmunzelten oder seufzten wehmütig.

Und schließlich war er da, der letzte Morgen, das letzte Frühstück. Es wurde sich geherzt, gedrückt, umarmt. Es flossen echte Tränen, aufmunternde Worte wechselten hin und her. Die letzten Frotzeleien...und dann...dann war ich plötzlich alleine. Mein Zug fuhr erst wesentlich später und daher hatte ich noch Zeit in Tannheim totzuschlagen.  Ich saß also im Gruppenraum und guckte TV, irgendeinen Unsinn, doch in Wahrheit hing mein Geist der vergangenen Zeit nach und was soll ich sagen, ich war glücklich und traurig zugleich. Herrliche vier Wochen von denen ich noch lange Kraft zehren werde, waren um und  ich nicht mehr ganz die Svenja die ich mal gewesen war und doch sehr viel mehr ich selbst als zuvor.

Natürlich ist mir bewusst, das nicht jede Gruppe wie diese ist und das man auch einmal „Pech“ haben kann und man sich nicht so versteht wie wir. Doch das Personal in Tannheim ist immer dasselbe. Die Ärzte allesamt toll, die Schwestern engagiert und herzlich, die Physiotherapie top ausgebildet. Die Betreuer fürsorglich und verständnisvoll. Die Atmosphäre in Tannheim ist einfach familiär, nicht umsonst ist es jedes Mal wie heimkommen, wenn man von einem Ausflug wiederkommt.  Dies bemerkte ich vor allem an meinen Mitpatienten, die schon zum wiederholten Male dort waren. Tannheim ist eine kleine Oase für jeden, der sie benötigt. Schön das es so etwas gibt!!!


An meine Torpedos:

Auch wenn wir zum Schluss eher eine Invalidenreha waren (Daniel? Nicole?) finde ich wir waren eine starke Truppe. Die unbeschwerte Fröhlichkeit, aber auch die ernsten Gespräche, die guten Tipps und das Verständnis - all das hat mir so sehr geholfen.  Ihr habt mir wirklich mein Rehatrauma genommen, ich freu mich schon jetzt auf meine nächste Reha und hoffe sehr einige von euch wiederzusehen! Und nun die Erklärung zur Überschrift: VOR der Reha dachte ich oft „es geht nicht mehr“, „ ich kann nicht mehr“, „ich will nicht mehr“, das ist nun ganz anders.  Deshalb „Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo (hier aus Tannheim) ein Torpedo her!“

An Ralph,Tatjana und Julia:

Ihr seid einfach TOLL!!! Anders kann man es nicht sagen. Ihr ward da, wenn wir euch gebraucht haben und habt uns immer in unserem Tatendrang unterstützt. Es war wirklich super mit Euch und ihr seid ewiglich unsere Ehrentorpedos! DANKE!!!

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